Spurensuche: Fremde Kulturen in unserem Alltag - En busca de huellas de culturas extranjeras en la vida cotidiana - Mühlilla 2003

Reisen - Viajes

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UNSER LETZTER TAG IN SPANIEN


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Blick auf Afrika

Unser letzter Tag war ein weiteres Highlight unseres Aufenthaltes in Andalusien, denn wir machten einen Ausflug gen Süden.
Zuerst sind wir in Richtung Jerez - die Stadt, aus der der Sherry kommt- gefahren. An der 200.000 Einwohner Stadt sind wir aber nur vorbei gefahren und haben durch Daniel Orozco eine kleine Stadtrundführung von weitem erhalten. (Er behauptete, dies sei die schönste Stadt in ganz Spanien, und er musste damit leben, dass ihm fast alle widersprochen haben).
Zwischen Jerez und unserem ersten Ziel liegt die "Ruta del Toro" - Straße der Stiere.
Nach einer Weile sind wir schon weiter in den Westen Andalusiens vorgedrungen. In der Nähe liegt Cadiz, die älteste Stadt in Westeuropa, die laut einer Legende vor ca. 3000 Jahren von Herkules gegründet wurde.
Die Landschaft hat sich ziemlich verändert im Vergleich zur Umgebung von Sevilla, wo wir losgefahren sind. Wenn nicht gerade junge Stiere auf den Weiden stehen, oder wir an einem kleinen Dorf vorbeifahren, besteht die ganze Landschaft aus Wein- und Weizenfeldern, die ab und zu von kleineren Pinienwäldern unterbrochen werden.
Schließlich sind wir dann in Vejer angekommen, einem hoch auf einem Berg liegenden "weißen Dorf", welches man nur über Serpentinen erreichen kann. Von oben hat man einen fantastischen Blick über die Landschaft, die um diese Jahreszeit noch grün ist. In Gruppen zogen wir in das Innere des weißen Dorfes. Es besteht aus kleinen steilen Gassen, die mit Kopfsteinpflaster gepflastert sind, und vor deren weiß getünchten Häusern uns viele alte Leute begegneten, deren Leben sich dem Anschein nach hauptsächlich auf der Straße abspielt.
Hier und da lugte ein Gummibaum oder eine Palme aus der Häuserwand. Wenn man Glück hat, kommt ab und zu eine Lücke zwischen zwei Häusern, von der man dann garantiert einen herrlichen Ausblick auf das restliche Dorf oder die Umgebung hat.
Vejer hat noch etwas Besonderes zu bieten: es gibt viele Bäckereien mit arabischem Süßgebäck, mit dem sich einige von uns eingedeckt haben. Leider ist uns die Jahrhunderte alte Tracht der Frauen Vejers nur auf den Postkarten begegnet.
Nachdem wir Vejer erkundet haben, war unsere Tagestour aber noch lange nicht zu Ende. Wir fuhren in Richtung Bolonia, einer alten Römerstadt, 20 km von Tarifa entfernt. An der
"Küste der Thunfische" wo Bolonia liegt, befindet sich ein herrlicher Strand und die höchste Düne Europas, von wo aus man bei guter Sicht nach Afrika schauen kann. Da es früher logischerweise an der "Küste der Thunfische" auch solche gab, ist daraus von den Römern eine besondere Spezialitäten kreiert worden, die Garum hieß und in ganz Europa bekannt war. Hergestellt wurde diese Soße aus den Eingeweiden des Thunfisches, Essig und noch einigen anderen Zutaten in speziellen Becken, die bis heute gut erhalten sind.

Bolonia

     
Besonders beeindruckend sind auch das Amphitheater, die vielen Säulen und eine Statue, deren Kopf nach Bedarf dem jeweiligen Stadthalter angepasst wurde.
Nach der Besichtigung der römischen Ruinen von Bolonia, sind wir ein paar Meter weiter gelaufen und waren an einem der schönsten Strände Spaniens. Kaum Menschen, kaum Wellen, kaum Wind, keine Wolken, viel Sonne, gute Sicht bis Afrika, knapp 30°C im Schatten und warmes Wasser. Was kann man sich mehr für einen Strandtag wünschen, insbesondere am 4. März!!!

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