Spurensuche: Fremde Kulturen in unserem Alltag - En busca de huellas de culturas extranjeras en la vida cotidiana - Mühlilla 2003

Reisen - Viajes

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AUF DEN SPUREN MAGELLANS

 

Ferdinand Magellan

Ferñao de Magalhães wurde um 1480 entweder in der portugiesischen Provinz Trás os Montes oder in der Hafenstadt geboren, worauf neuere Forschungen hindeuten. Er kam aus dem Kleinadel, einer Familie, die ursprünglich aus der Normandie stammte. Mit dem ersten portugiesischen Vizekönig Francisco de Almeida ging er 1505 nach Indien und war bei der Begründung des portugiesischen Weltreichs an erster Front beteiligt.
Sieben Jahre später kam er nach Portugal zurück. Vielleicht beschäftigte ihn da schon der Gedanke, einen schnelleren Weg nach Indien um die Westhälfte der Erde zu suchen. Balboas und Solís Vordringen an den Pazifik konnten ihm diese Idee bereits geben. Nach einer kurzen Verwicklung in Auseinandersetzungen mit einem marrokkanischen Berberprinzen siedelte sich Magellan in Lissabon an, wo er bei König Manuel versuchte, Unterstützung für seinen Plan von der Verwirklichung einer Westfahrt nach Indien zu bekommen. Es ist bekannt, dass dieser Magellan nicht schätzte und ihn daher abwies.

Zu etwa derselben Zeit lernte Magellan Rui Faleiro kennen, einen Mann, der sich in Geographie und Astrologie auskannte und ebenfalls vom König abgewiesen worden war. Beide sprachen über Magellans Pläne und beschlossen, diese dem spanischen König vorzutragen.


In spanischen Diensten
1517 brach Magellan nach einem recht kühlen Abschied von König Manuel nach Spanien auf, wo er mit seiner Anfrage beim Königshaus mehr Erfolg hatte. Wie wir wissen, gelang ihm schließlich 1520 die Durchsegelung der Magellanstraße und die Weiterfahrt in den pazifischen Ozean. Damit hatte das portugiesische Herrscherhaus nicht nur Christoph Kolumbus gut dreißig Jahre früher die Unterstützung versagt, sondern einem weiteren großen Entdecker, dem eigenen Landsmann Ferdinand Magellan. Dieser sollte das Ende der ersten Weltumsegelung nicht erleben. Er fiel Eingeborenen auf den Philippinen zum Opfer. Sein Steuermann, Juan Sebastián Delcano, brachte die übrigen Schiffe zurück nach Spanien. Portugal legte Magellan den Übertritt in spanische Dienste als Verrat aus, und so ist es kein Wunder, dass seine enorme Leistung auch im Lichte einer Meuterei an Bord der Flotte lange Zeit nicht als der Erfolg anerkannt wurde, der es war, die Entdeckung einer Südwestpassage um den amerikanischen Kontinent herum.

[ http://www.travelworldonline.de/portugalentdeckungen.html ]

 
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Am Samstag, den 1.3.03 haben wir uns gegen 9.45 am Busbahnhof getroffen, um an den Strand zu fahren. Da ich spontan mitgefahren bin, bekam ich einen Platz im zweiten Bus. Pina war so nett und ist mit mir gefahren.
Leider wussten wir nur, dass es zum Strand gehen sollte. Wir kannten weder den Namen des Ortes noch die Haltestelle. Nach einer guten Stunde hielt der Bus, und wir stiegen zusammen mit vielen Passagieren aus. Wir warteten und warteten auf die anderen.

 
   

Als nach 30 Minuten immer noch nichts von ihnen zu sehen war, erkundigten wir uns nach dem Weg zum Stand und marschierten los. Auch am Strand keine Spur von den anderen. Also gingen wir zum Busbahnhof zurück und fragten erst einmal, wo wir denn eigentlich waren.

 

 

Später erfuhren wir, dass wir uns offensichtlich an historischer Stelle ins Ungewisse begeben hatten, als wir aus dem Bus ausstiegen: Hier in Sanlucar de Barrameda hatten Magellan und seine Seefahrer am 20.9.1519 ihre Weltreise begonnen, von der allerdings nur wenige Männer zurückkamen. Magellan gehörte nicht dazu! Gut, dass wir das nicht wussten, als wir mutterseelenallein am Busbahnhof saßen und überlegten, was wir nun tun könnten. Die Handykarten waren längst abtelefoniert und außerdem: Wer trägt schon die Mobilfonnummern seiner Lehrerinnen mit sich herum?
Nach einer Weile rief uns die Dame am Schalter und fragte uns, ob wir vielleicht zu der Gruppe deutscher Schülerinnen und Schüler gehörten, die in Chipiona auf uns warteten.

   
Nun wussten wir wenigstens, wohin wir mussten und wie bestellt kam auch sofort ein Bus, der uns dorthin bringen würde. Auf dem Weg kam uns wohl ein Taxi entgegen, in dem unsere Lehrerin saß, um am Strand von Sanlucar nach uns zu suchen. Als sie dort ankam, waren wir schon längst in Chipiona, wo wir erleichtert in den Sand fielen und den Rest des Tages dort genießen konnten. Dank Mobiltelefon konnte auch unsere Lehrerin erreicht werden und ihre Suche abbrechen. Vielleicht wäre auch Magellans Reise glücklich geendet, hätte er ein Handy gehabt.
 
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